Buchcover Das Herz der Toskana von Christel Netuschil
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Feelgood-Romance in Italien

Das Herz der Toskana

Das Herz der Toskana: Eine Feelgood-Romance in der malerischen Kulisse Italiens.

Als Taschenbuch & eBook Erhältlich bei Thalia
3D-Buchansicht von Das Herz der Toskana
Feelgood-Romance
· Italien · ISBN 978-3989981713

Über das Buch

Das Herz der Toskana

Eine berührende Feelgood-Romance über Liebe, Hoffnung und den Mut, dem eigenen Herzen zu folgen.

Als die Weddingplanerin Eliza auf einer Hochzeitsfeier zusammenbricht, muss sie einsehen, dass sie dringend eine Auszeit benötigt. Widerwillig akzeptiert sie das Angebot ihrer besten Freundin, für ein paar Wochen in dem leerstehenden Anwesen ihres Onkels im toskanischen Montabello zu verweilen. Das süße Nichtstun fällt ihr jedoch schwer und sie ist froh, ihrem gutaussehenden, aber griesgrämigen Nachbarn Valerio ihre Hilfe anbieten zu können. Der hat nämlich erfahren, dass sein Elternhaus mit der angrenzenden Schmetterlingsfarm für den Bau einer Ferienanlage abgerissen werden soll. Nach einigen gegenseitigen Anlaufschwierigkeiten lässt er sich auf Elizas Plan ein, erste Renovierungsarbeiten am Haus in Angriff zu nehmen, um dem Eigentümer des Grundstücks von seiner Einzigartigkeit und Schönheit zu überzeugen und ihn so vom geplanten Abriss abzubringen. Zwischen Farbeimern und bunten Schmetterlingen kommen sich die beiden langsam näher. Schaffen sie es, das Haus gemeinsam zu retten oder sind ihre Welten einfach zu verschieden?

Eine starke weibliche Hauptfigur auf der Suche
nach Ruhe und einem Neuanfang
Feelgood-Romance
vor der Kulisse der Toskana
Ein Haus, eine Schmetterlingsfarm
und ein mutiger Rettungsplan
Liebe, Hoffnung, Selbstfürsorge
und zweite Chancen
„Das Glück ist ein Schmetterling.
Jag ihm nach, und er entwischt dir.
Setz dich hin, und er lässt sich auf deiner Schulter nieder.“

Anthony de Mello

Leseprobe

Tauche ein in die Geschichte

Ein Auszug aus dem ersten Kapitel. Lass dich hineinziehen in das Herz der Toskana.

Kapitel 1

Eliza

„Entschuldigen Sie, sind Sie Miss Itterford?“ Eine junge Frau in einem Traum aus nachtblauer Seide steuerte auf Eliza zu und lächelte. „Dorothy erzählte mir gerade, dass wir Ihnen dieses“, sie breitete ihre Arme aus und scherte sich nicht darum, dass Champagner über den Rand ihres Glases schwappte, „atemberaubende Spektakel zu verdanken haben. Es ist mir eine Ehre, Sie kennenzulernen!“
Eliza verneigte sich leicht und intensivierte ihr professionelles Lächeln. „Die Freude ist ganz meinerseits.“ Sie legte den Kopf schief, strich sich eine Strähne ihres langen blonden Haares hinter ein Ohr und studierte die Gesichtszüge der jungen Frau. „Gehe ich recht in der Annahme, dass Sie die jüngste Cousine von Dorothy sind? Nein, sagen Sie nichts!“ Eliza ließ ein paar Sekunden vergehen, in denen ihr Gegenüber sie voller Erstaunen ansah. „Amber, richtig?“
Ein Ausruf fast kindlicher Begeisterung bestätigte ihre Ahnung, die eigentlich keine war.
Eliza war die Namen und Fotos von Familie und Freunden unzählige Male mit Dorothy durchgegangen, während sie den Erzählungen lustiger Anekdoten und kleiner Skandale gelauscht hatte. Dass sich alle wohlfühlten und kein Streit ausbrach, etwa weil der eine nicht neben dem anderen sitzen wollte oder irgendwelche Missverständnisse in der Luft lagen, gehörte genauso zum Aufgabenbereich einer Hochzeitsplanerin wie das Buchen der gewünschten Location und das Schaffen eines Ambiente, das dem Brautpaar zusagte. Es war schließlich ihr großer Tag.
„Ich fasse es nicht! Wie konnten Sie das wissen?“ Amber bedeutete dem nahenden Kellner, sein Tempo zu verringern. „Lassen Sie uns anstoßen, Miss Itterford!“, flötete sie und erleichterte das Tablett der Servicekraft um zwei Gläser.
„Bitte, nennen Sie mich doch Eliza!“, entgegnete Eliza und nahm zögernd die Champagnertulpe entgegen. Sie wollte eigentlich nichts trinken, aber in Anbetracht der Tatsache, dass sie sich womöglich auf dem besten Wege befand, neue Kundschaft zu akquirieren – Amber war liiert, aber bislang unverheiratet –, unterdrückte sie das mulmige Gefühl, das sich seit einigen Minuten in ihrem Magen ausbreitete.
„Es war eine besondere Zeremonie. Die sprechenden Papageien, der Drehorgelspieler, die riesigen Luftballons … Alles war perfekt!“ Ambers Augen sprühten Funken des Entzückens.
Eliza hob das Kinn und ließ ihren Blick durch den Festsaal schweifen. Unter Kristalllüstern in überdimensionaler Größe waren runde Tische angeordnet, an denen dunkelrot behusste Sessel Platz für acht Personen boten. Während etwa die Hälfte der über zweihundert Gäste noch an den Tischen verweilte, etwas zu Essen vor sich stehen hatte, ein Wein- oder Champagnerglas in der Hand balancierte und in angeregte Gespräche vertieft war, erkundete der Rest das Unterhaltungsprogramm, das außergewöhnliche Inhalte bereithielt: Auf Emporen und kleinen Bühnen, die ringsum aufgebaut waren, begeisterten Artisten, Tänzer und Kunstdarstellende das Publikum. Wellen des Beifalls erhoben sich über das sanfte Stimmengemurmel, Kundgebungen schierer Faszination ließen die Blicke des Publikums von einer Attraktion zur nächsten zucken. Rhythmische Musik, die praktisch jede Aufführung untermalte, als wäre sie genau zu diesem Zweck ausgesucht worden, erfüllte den kompletten Saal, und über allem schwebte der Duft nach Zuckerwatte und gebrannten Mandeln.
Eliza nickte. Sie war sich der Tatsache bewusst, dass sie nach außen den Eindruck von Zufriedenheit und Entspannung vermittelte, in Wahrheit jedoch überprüfte sie jede Bewegung der Bedienungen. Sie verfolgte die performenden Künstler mit ihrem prüfenden Blick und inspizierte Gestik und Mimik sämtlicher Anwesenden. Es war von enormer Bedeutung, alle Abläufe im Auge zu behalten und selbst dem unscheinbarsten Ausdruck von Unwohlsein oder Kritik sofort entgegenzuwirken. Eliza war in ihrem Metier für nicht weniger als absolute Perfektion bekannt.
Sie stellte ihr Glas auf den Stehtisch und schob es ein paar Zentimeter von sich. Der Champagner schwappte in ihrem leeren Magen hin und her und sorgte für aufkommende Übelkeit, aber Eliza bemühte sich darum, ihr Unwohlsein zu unterdrücken. Sie meinte wie nebenbei: „Dorothys Wunsch war ein Fest, das den Rahmen des Durchschnitts sprengt. Sie wollte es pompös. Überwältigend.“ Eigentlich war es sogar mehr als das. Es herrschte eine Jahrmarktatmosphäre der Superlative.
„Oh, und Sie haben ihren Geschmack genau getroffen! Ach, was sage ich? Es gibt niemanden an diesem herrlichen Abend, der nicht von alldem angetan ist“, bestätigte Amber. „Die Leute überschlagen sich regelrecht.“ Ihre freie Hand legte sich auf Elizas nackten Unterarm, lenkte sie fort von den Stehtischen und führte sie entlang der beleuchteten, zum Teil erhöhten Spots, vor denen sich Gäste versammelt hatten, die nahezu schwärmerisch ihr Entzücken ausdrückten. „Ich bin selten so gut unterhalten worden – und erst recht nicht auf einer Hochzeitsfeier“, rief Amber aus und klatschte in die Hände. „Was Sie hier auf die Beine gestellt haben, Eliza, grenzt an Genialität. Sehen Sie nur: Dieses kleine altmodische Karussell, auf dem sich die Kinder vergnügen. Phänomenal! Wie schaffen Sie es nur, für jedes Ersuchen Ihrer Auftraggeber die passenden Kontakte aus dem Hut zu zaubern? Ihr Netzwerk muss riesig sein, ihr Know-how nicht von dieser Welt!“
Amber hatte recht. Eliza Itterford hatte sich innerhalb weniger Jahre von der mittelmäßig erfolgreichen Eventmanagerin zur selbstständigen und heiß begehrten Hochzeitsplanerin hochgearbeitet. Sie liebte ihren Job und wollte ihn gegen nichts in der Welt eintauschen.
Ihren Kunden jeden Wunsch von den Augen abzulesen und alles möglich zu machen, erfüllte sie mit größter Zufriedenheit. Viele der von ihr geplanten Hochzeiten wurden von der Presse begleitet, Lob und Anerkennung waren ihr gewiss, wo sie auch auftauchte.
„Es freut mich, dass es Ihnen so gut gefällt, Amber!“ Mit einer kaum sichtbaren Handbewegung machte Eliza eine Angestellte des Caterings darauf aufmerksam, dass jemandem ein Malheur mit seinem voll beladenen Teller passiert war. Sofort huschte die Frau zwischen die Tische und machte sich daran, den Boden zu säubern.
„Wissen Sie“, flüsterte Amber, kicherte und lehnte sich zu Eliza, als wären sie zwei Freundinnen, die über ein Geheimnis beratschlagten. „Fred und ich sind seit gut zwei Jahren ein Paar, und ich habe das Gefühl, er wird mir demnächst einen Antrag machen.“ Sie trat einen großen Schritt nach vorn, stellte sich Eliza in den Weg und ergriff ihre Hände. „Und wenn es so weit ist, möchte ich Ihnen die Konzeption und Organisation der Trauung übergeben.“
Eliza wollte die Berührung zuerst abschütteln, weil sie sie als unpassend empfand und ihr bewusst war, dass die freudige Hitze, die Ambers Körper ausstrahlte, mit der unangenehmen Kälte kollidierte, die ihre eigene Haut überzog. Dennoch entschied sie sich gegen den Rückzug. Der Kunde war König, auch der potenzielle. „Darüber freue ich mich natürlich sehr, Amber. Und ich bin gespannt auf Ihre Vorstellungen. Wollen wir so verbleiben, dass Sie mir eine Nachricht zukommen lassen, sobald es“, sie räusperte sich verheißungsvoll, „akut wird?“ Eliza öffnete ihre Clutch aus schwarzem Leder, zog eine ihrer glänzenden Visitenkarten hervor und reichte sie Amber.
„Ich kann es gar nicht erwarten!“, piepste diese, betrachtete die Informationen auf der Karte und lächelte versonnen. „Am liebsten würde ich unter offenem Himmel feiern. In irgendeinem alten Gemäuer, so richtig urig. Was innerhalb Londons schwierig werden dürfte, ich weiß. Doch wie ich hörte, pflegen Sie weitreichende Kontakte, korrekt?“
„So ist es!“ Eliza zwinkerte Amber zu, während sie innerlich gegen ein schmerzhaftes Ziehen hinter ihrem Brustbein ankämpfte. Verstohlen warf sie einen Blick auf die Smartwatch an ihrem Handgelenk. Es war ein hübsches Exemplar, bei dem kaum auffiel, dass es sich um einen Tracker für Fitness- und Vitalwerte handelte. Doktor Germic hatte ihr vor einem halben Jahr dazu geraten, ihrem Blutdruck mehr Aufmerksamkeit zu schenken. „Wenn Sie mich für einen Augenblick entschuldigen würden, Amber.“ Es half nichts mehr! Eliza konnte weder die Hitze, die ihr über das Dekolleté kroch, noch das unangenehme Kribbeln, das damit einherging, länger ignorieren. Ihr Blutdruck lag jetzt bei 160/100, die winzigen Ziffern auf dem Display ihrer Uhr leuchteten in einem alarmierenden Rot.
„Geht es Ihnen gut, Eliza? Soll ich …?“ Amber runzelte die Stirn und sah sich Hilfe suchend um.
„Nein, es ist alles in Ordnung.“ Eliza brachte ein Lächeln zustande, beeilte sich aber, Amber den Rücken zuzukehren. Das Letzte, was sie brauchte, war negative Publicity. Welchen Eindruck würde es machen, wenn die Hochzeitsplanerin schwächelte? Ihr Ruf, Höchstleistungen zu erbringen und dabei glänzend auszusehen, eilte ihr voraus und gehörte nicht aufs Spiel gesetzt. „Ich bin gleich wieder bei Ihnen!“ Sie legte eine Hand auf ihre Brust, spürte das unerbittliche Pochen darin und bog in einen Gang ab, der zu den Waschräumen führte. Wenn sie sich einen Moment in der Zurückgezogenheit einer Toilettenkabine sammelte, ein paar Atemübungen durchführte, die ihr Yogacoach ihr beigebracht hatte, und ein Aspirin gegen die höllischen Kopfschmerzen einwarf, würde sie sich in Windeseile wieder um die Party kümmern können. Und um Amber.
Im Vorbeistolpern entdeckte sie eine umgestürzte Vase auf einem Beistelltisch. Gedanklich notierte Eliza, gleich die Mitarbeiterin des Blumenlieferanten darauf anzusetzen, die in der Vorhalle damit beschäftigt war, kleine Abschiedsarrangements aus leuchtenden Gerbera für die Damen der Gesellschaft zu binden. Es konnte ja nicht angehen, dass …
Eliza klopfte sich kräftig aufs Dekolleté, weil ihr Herz ein paar Extraschläge getan hatte und aus dem Rhythmus geraten war. Manchmal half das. Heute jedoch nicht. Endlich erreichte sie die Toilette, stieß die Tür energisch mit dem Ellbogen auf und verschwand sofort in einer der Kabinen. In Windeseile klappte sie Deckel und Sitzbrille nach oben und beugte sich leicht über die Schüssel. Der Geruch eines WC-Duftsteins stieg ihr in die Nase und bewirkte, dass sich ihr Magen augenblicklich umstülpen wollte. Ein erstes Würgen entstieg ihrer Kehle.
Hoffentlich war sie allein. Hoffentlich würde niemand mitbekommen, wenn sie sich übergab.
Hoffentlich würde sie ihr Kleid dabei nicht bespritzen. Sie würgte ein weiteres Mal, stemmte beide Hände gegen die Trennwand und krümmte ihren Oberkörper. Tief inhalierte sie das Aroma von Meeresbrise und Urinstein. Nur Sekunden später platschten einige Glas Mineralwasser, eine kleine Menge Champagner und ein Stück Brot in die Kloschüssel. Elizas Pulsschlag verlangsamte sich, ihr Blutdruck aber schien noch unbeeindruckt. Trotzdem atmete sie auf, rollte Toilettenpapier ab und wischte sich die Lippen trocken. Vielleicht hatte sie sich den Magen verdorben. Doch wodurch? Ihre letzte richtige Mahlzeit hatte sie vor Stunden zu sich genommen, genauer gesagt irgendwann am frühen Vormittag. Eventuell war auch ein aufgeschnapptes Virus verantwortlich für ihre Misere. Im Frühjahr kursierten doch standardmäßig Magen-Darm-Infektionen.
Eliza lauschte in die Stille des Waschraums. Niemand betätigte eine Spülung, keiner drehte am Wasserhahn, das Gebläse des Handtrockners blieb stumm. Prüfend sah sie an sich hinunter, strich den Stoff ihres schwarzen Midikleides glatt und stellte erleichtert fest, dass sie sich nicht versehentlich bespuckt hatte. Sie spülte und setzte sich auf den Toilettendeckel.
Mit geschlossenen Augen lehnte sie sich zurück und genoss die Kühle der Kacheln, mit denen der Spülkasten verkleidet war. Hinter ihrer Stirn pochte es noch leicht, das Dröhnen des Blutstroms in ihren Ohren wurde leiser. Eliza konzentrierte sich auf ihre Atmung und versank in der samtenen Schwärze hinter ihren Augenlidern.
Als sie sich kräftig genug fühlte, verließ sie die Kabine und schluckte mit einer Handvoll Wasser ein Aspirin. Kritisch betrachtete sie sich in dem Spiegel, der über die ganze Länge der Waschbecken angebracht war. Die warme Farbnuance der Beleuchtung ließ ihr Gesicht gesünder aussehen, als sie sich fühlte. Unter ihren Augen begann das Make-up zu bröckeln, Schatten und feine Äderchen, die in einem schwachen Blau schimmerten, arbeiteten sich an die Oberfläche. Die rot geschminkten Lippen zitterten. Eliza kramte in ihrer Clutch nach einer Puderdose, betupfte die Augenpartie und stöhnte laut auf. Unmöglich konnte sie das Fest jetzt schon verlassen. Ein bisschen musste sie noch durchhalten. Wenigstens eine Stunde.
Besser zwei. Erst dann würde sie mit einem halbwegs ruhigen Gewissen die Heimreise antreten können, natürlich nicht, ohne dem Hochzeitspaar nochmals die vereinbarte Garantie auszusprechen, bis zum Ende der Feierlichkeiten telefonisch abrufbereit zu bleiben.
Die Tür schwang auf.
„Entschuldigen Sie“, nuschelte Amber, als sie den Raum betrat und an Elizas Seite stehen blieb. „Ich will nicht aufdringlich wirken, aber Sie sahen vorhin tatsächlich etwas angegriffen aus. Und seit Sie zur Toilette verschwunden sind …“ In ihren Gesichtszügen war Besorgnis abzulesen. Echte Besorgnis. „Seitdem ist beinahe eine halbe Stunde vergangen.“ Eliza legte den Kopf schräg und wartete einige Wimpernschläge, bis der innere Schock an Wucht verloren hatte. Dann winkte sie ab. „Ich habe noch ein paar wichtige Telefonate geführt.“ Um ihre Aussage zu bekräftigen, nickte sie und setzte ein strahlendes Lächeln auf.
Darin war sie geübt. Von Kindertagen an. Ihre Mutter hatte sie früh instruiert, wie bedeutungsvoll es war, fürs Geschäft den Schein zu wahren. „Ich weiß Ihre Aufmerksamkeit zu schätzen, meine Gute, aber es ist alles in bester Ordnung. Mir geht es hervorragend!“ „Nun gut, wenn Sie es sagen.“ Amber wandte sich ab und betrat eine der Kabinen. „Vielleicht trinken wir gleich noch einen Schluck, und ich verrate Ihnen meine Wunschlocation für unsere Trauung?“
„Sehr gern!“, log Eliza in Richtung der Trennwand und wusch sich die Hände. Hatte Amber recht damit, dass so viel Zeit vergangen war, seit die Übelkeit sie aus dem Festsaal getrieben hatte? Sie schüttelte ungläubig den Kopf und hielt ihre Hände in den Schlitz des Handtrockners. „Ich besorge mir ein Wasser!“, rief sie über das Summen des Geräts hinweg. „Was darf es für Sie sein, Amber?“
„Ich glaube, ich vertrage noch einen Champagner, herzlichen Dank und bis gleich“, schallte es vergnügt zurück. Ambers Sorge war verflogen.
Eliza hatte ganze Überzeugungsarbeit geleistet. Sie betrat den Flur und beschleunigte ihre Schritte, um sich selbst zu beweisen, dass sie zu gewohnter Form zurückgefunden hatte.
„Ma’am?“, hörte sie wie von weit her eine Stimme an ihr Ohr dringen, als sie sich nach einigen Metern auf den Beistelltisch mit der umgestürzten Vase stützte. „Ma’am, soll ich einen Arzt rufen?“
Es ruckelte. Eliza verspürte den Drang, sich festzuhalten, brachte es aber nicht fertig, ihre Arme zu bewegen.
Alles wurde schwarz. Tiefste Nacht.

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Autorinnenporträt von Christel Netuschil
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Die Autorin

Über Christel Netuschil

Christel Netuschil, Jahrgang 1978, ist ausgebildete Krankenschwester und lebt mit ihrer Familie am Niederrhein.

Schon als Kind hat sie mit dem Schreiben von Kurzgeschichten begonnen und später Erwachsene wie Kinder dabei begleitet, Worte für das zu finden, was oft schwer auszusprechen ist: Gedanken, Wünsche, Ängste und innere Bilder.

Schreiben bedeutet für sie, Erfahrungen einen Raum zu geben, sie erlebbar zu machen. Dabei ist es ihr sehr wichtig, den Schleier des Offensichtlichen zu lüften und jene Umstände miteinzubeziehen, die ein Leben prägen.

Nach ersten Veröffentlichungen von Kurzgeschichten und Erzählungen widmet sie sich seit 2021 dem Schreiben von historischen Romanen und Familiensagas über starke Frauen und ihre Lebenswege. Im Zentrum ihrer Geschichten stehen die Liebe in all ihren Facetten sowie die Frage, wie Menschen mit dem umgehen, was ihnen widerfährt.

„Geschichten begleiten mich, seit ich denken kann. Sie entstehen aus allem, was mich berührt, und sie aufschreiben zu können, ist für mich eine Art Lebenselixier.“

Christel
Langjährige Autorin Romantische und historische Romane Niederrhein